Travel Guide: Paris

Paris – die Stadt, in der wohl eines der berühmtesten Wahrzeichen Europas in den Himmel ragt und jeder, egal zu welcher Tageszeit mit einem frischen Baguette unter dem Arm durch die Straßen zieht, fasziniert mich jedes Mal wieder aufs Neue.
Doch leider ist die Stadt der Liebe nicht unbedingt das beste Ziel für einen schmalen Geldbeutel. Alles ist etwas teurer und was sagen die Franzosen dazu, wenn man sie fragt: Du bist nun einmal in Paris.
Da ich das Glück habe, dass eine meiner besten Freundinnen Pariserin ist, habe ich ein paar interessante Tipps für euch, mit denen ihr euch einen Ausflug leisten könnt.

Was darf natürlich bei jeder Parisreise nicht fehlen? Richtig - das obligatorische Bild mit dem Eifelturm. Ist das erledigt, geht es für viele natürlich auch auf den Eifelturm. Mir persönlich gefällt dies jedoch überhaupt nicht. Abgesehen davon, dass man sich mit unzählig vielen Touristen auf der Plattform tummelt, muss man den Ausblick über die Dächer der Stadt teuer bezahlen. Mein Tipp für euch: Das Musée du Quai Branly Jacques Chrac, das sich ganz in der Nähe des Eifelturms befindet, verfügt über eine Dachterrasse, von der ihr einen tollen Blick über die Stadt bekommt und sogar mit dem Eifelturm in Hintergrund ein tolles Foto machen könnt. Als ich die Dachterrasse besucht habe, waren wir sogar die Einzigen! :)
Der Besuch der Dachterrasse kostet 3€, solltet ihr aber unter 25 Jahre alt sein, ist der Besuch mit dem Museumsticket kostenlos. Also holt euch einfach an einem der Automaten ein Ticket für das Museum, auch wenn ihr nicht vorhabt, die Ausstellung zu besuchen.
Generell etwas, das ich an Paris sehr zu schätzen weiß: Die meisten der Museen sind für Europäer zwischen 18-25 Jahren kostenlos. Um sicher zu gehen, dass das auch für das Museum gilt, das ihr besuchen möchtet, rate ich euch vor dem Besuch kurz die Website des Museums zu checken.

Paris ist nun einmal keine Kleinstadt und nur zu Fuß kann man die Entfernungen zwischen den Orten, die man besuchen möchte wohl nur sehr schwerlich zurücklegen. Ich muss gestehen, dass ich kein großer Fan von U-Bahnen bin, weil ich immer das Gefühl habe nicht genug von der Stadt, die ich besuche, sehen zu können. Abgesehen davon gestaltet sich das Ganze meist auch nicht ganz günstig. Deshalb habe ich in Paris die letzten Male „Velib“ benutzt, um Paris mit dem Fahrrad erkunden zu können. Das Prinzip ist einfach, man kauft sich eine Tageskarte für 5€ und muss pro Fahrrad 300€ Pfand bezahlen. Da man das Ticket an einem Automaten zieht, braucht ihr kein Bargeld. Empfehlenswert ist es aber mit Kreditkarte zu zahlen, damit das Pfand erst gar nicht abgebucht wird. Ich habe leider den Fehler gemacht und meine normale EC-Karte genutzt. Das Pfand wurde zwar nicht abgebucht, konnte aber auch nicht mehr genutzt werden, bis ich bei meiner Bank angerufen habe. Also lernt aus meinen Fehlern und nutzt einfach eure Kreditkarte. Wenn ihr das Fahrrad bis zu 30min nutzt, entstehen für euch keine anderen Kosten. In der Regel schafft ihr es in dieser Zeit auch von einem Ort zum anderen. Stationen, an denen man sein Fahrrad wieder abgeben kann sind über die ganze Stadt verteilt und ich muss sagen, ich war über den Verkehr in Paris positiv überrascht! Es war überhaupt kein Problem sich mit dem Rad zurecht zu finden, es gibt sogar relativ viele Fahrradwege und sonst kann man die Busspur nutzen – also rauf auf den Sattel und in die Pedale treten, wenn ihr das nächste Mal dort seid!

Wie könntet ihr euch von dem ganzen Gestrampel dann besser erholen als bei Crêpes und Cidre? Um eurem Geldbeutel einen Gefallen zu tun, versucht mittags Essen zu gehen. Es gibt fast überall einen Mittagstisch mit guten Angeboten! Die Crêperie, die ich euch ans Herz legen möchte, heißt „Cap Breton“ und befindet sich in der 12 Rue Monsigny – als ganz in der Nähe der Opéra. Am besten esst ihr hier zuerst einen herzhaften Crêpe. Ich mag ihn besonders gerne mit Ei, Schinken und Käse und wie sagt man so schön – das Beste kommt zum Schluss: Crêpe Caramel au Beurre Salé.
Allein bei dem Gedanken daran, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen und ich würde mich am liebsten wieder auf den Weg nach Paris machen!

Aber die Franzosen sind ja nicht nur bekannt für ihr gutes Essen und ihren guten Wein, sondern auch für ihre Mode. Ich glaube, wir sind alle ein bisschen fasziniert von der Pariser Mode. Ich selbst finde es wahnsinnig inspirierend die Outfits auf den Straßen zu begutachten. Eine meiner liebsten Ecken, um Inspiration oder auch das ein oder andere Kleidungsstück zu ergattern ist Marais. Neben sehr treuen Designermarken, gibt es auch kleinere Boutiquen und Second-Handläden, in denen sich ein Besuch lohnt. Besonders schön finde ich auch den kleinen Park „Jardin des Rosiers-Joseph Migneret“, der sich zwischen zwei Boutiquen versteckt. Auf der Straße könnt ihr in vielen kleine Restaurants leckere Falafel-Taschen kaufen, die ihr dann bei einer kleinen Auszeit im Park genießen könnt. :) 

 

Mein letzter Tipp für euch ist ein Ort, der mich wahnsinnig fasziniert hat – die „La Recyclerie“. In einem alten Bahnhof hat sich ein Restaurant angesiedelt, das nicht einfach nur ein Restaurant ist. Wie der Name schon erahnen lässt, wird hier recycelt. „La Recyclerie“ hat seine eigenen Hühner, die ihr neues zuhause neben stillgelegten Bahntrassen gefunden haben. Die Eier werden dann für den Brunch genutzt, welcher sehr lecker, aber mit 22€ leider nicht ganz günstig ist. Da ihr mit eurem Besuch aber ein meiner Meinung nach wahnsinnig interessantes Projekt unterstützt und danach mit einem vollen Bauch gestärkt in den Tag starten könnt, war es mir das Geld definitiv wert. Ansonsten haltet hier doch einfach für eine kleine Kaffeepause an, um euch ein Bild von dem Projekt machen zu können.

Ich hoffe, ihr plant jetzt alle schon eure nächste Parisreise. Doch wie kommt ihr Aber wie kommt man am besten hin? Meine Empfehlung ist der TGV – von Köln fährt man nur etwas über drei Stunden, an Board habt ihr kostenloses WLAN und wenn ihr früh genug bucht, oder ein Angebot nutzt, kommt ihr auf jeden Fall für unter 100€ hin und zurück! :)

Liebste Grüße,
Katharina

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