Mit Freunden zusammenarbeiten – geht das?

Ich glaube, ich habe da meine ganz eigene Definition von Freundschaft, aber vielleicht teilt sie ja der ein oder andere von euch mit mir. Wahre Freunde sind für mich die, bei denen ich mitten in der Nacht mit verquollenen Augen vor der Tür stehen kann, weil ich Liebeskummer habe. Von denen ich dann in den Arm genommen werde und sie auch nicht nur eine Sekunde daran denken, böse zu sein, dass ich sie um ihren Schlaf gebracht habe. Es sind die, die deine Eigenarten kennen, sie aber mittlerweile eher als liebenswürdig und nicht als seltsam empfinden. Sie stehen zu dir, wenn du das Gefühl hast, dass dich die ganze Welt im Stich lässt. Es sind einfach die Menschen, die immer ein bedeutender Teil deines Lebens bleiben werden und wie Familie sind.

Meine beste Freundin Christin ist nicht nur einfach ein Teil meiner Familie geworden, sondern hat sich auch mit mir in das Abenteuer gestürzt und eine eigene Familie gegründet: Die #meloufamily.
Vielleicht kommt bei euch jetzt die Frage auf, ob es nicht schwierig ist mit der besten Freundin zusammenzuarbeiten. Ob man sich nicht irgendwann auf die Nerven geht, streitet und vielleicht sogar die Freundschaft gefährdet.
Ich für mich finde, dass es das größte Glück ist, das man haben kann! Schon während unseres Studiums haben Christin und ich Pläne geschmiedet, dass wir irgendwann gemeinsam ein Start-Up gründen werden. Mit Melou ist dieser Traum für uns beiden dann schneller in Erfüllung gegangen als zunächst erwartet.
Ich glaube, ich muss niemandem von euch erklären, dass es wahnsinnig viel Arbeit ist, ein eigenes Start-Up zu gründen. Mit dem richtigen Partner an deiner Seite wird das Ganze aber wesentlich einfacher. Christin kennt mich und meine Macken in und auswendig, genau wie ich ihre. Ich glaube, das hat die Zusammenarbeit gerade in heiklen Phasen erleichtert. Man wusste einfach, wann man den anderen vielleicht besser für einen Moment in Ruhe lassen sollte, oder wie er Aufgaben erledigt haben möchte. Gegenseitiges Vertrauen muss sich nicht erst langwierig aufbauen, sondern besteht schon durch die Freundschaft.
Und wisst ihr, was mir auch wahnsinnig daran gefällt mit der besten Freundin zusammenzuarbeiten: Wenn man mal wieder in einer Phase steckt, in der man auch die Abende im Büro verbringt, hat man nicht das Gefühl etwas zu verpassen – Christin sitzt dann ja mit mir dort. So fühlt sich dann Arbeit zwischendurch glücklicherweise auch nicht immer an wie Arbeit!  :)

 

5 Tipps, wie die Zusammenarbeit mit Freunden gelingt:
  1. Versucht auch immer noch privat als Freunde Zeit zu verbringen. Nur weil man sich den ganzen Tag im Büro gesehen hat, würde ich das noch nicht als Quality Time beschreiben. Passt also auf, dass ihr auch die Freundschaft und nicht nur das geschäftliche Verhältnis pflegt. Christin und ich gehen z.B. mehrmals die Woche zusammen zum Sport.  :)
  1. Berufliche Probleme sollten nicht auf emotionaler Ebene geklärt werden. Da ihr den anderen so gut kennt, kann euch das in einer Diskussion vielleicht auch einmal zum Verhängnis werden. Passt auf, dass ihr bei Auseinandersetzungen die private und berufliche Ebene voneinander trennt.
  1. Sprecht schnell an, wenn euch etwas stört – sowohl beruflich als auch privat! Wenn ihr das nicht macht, wird es wahrscheinlich irgendwann auf beiden Ebenen zwischen euch knallen und das wollen wir ja vermeiden.
  1. Wenn euer Team wächst, passt auf, dass ihr neuen Teammitglieder integriert. Eure enge Freundschaft kann den einen oder anderen vielleicht einschüchtern.
  1. Nehmt euch eine Auszeit von einander! Manchmal tut es ganz gut, den anderen auch mal ein ganzes Wochenende nicht zu sehen.  :)

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